Wein
(Stil und Etikette)
ist eine reine Geschmacksache und man/frau sollte sich von keinem Experten verwirren lassen, der behauptet ein Wein sei besonders gut, süffig, blumig und welche Etiketten er diesem Wein noch umbindet. Wichtig ist einfach nur: dieser Wein schmeckt mir! Und das beginnt mit einer kleinen Weinentdeckungsreise!
Da ist zunächst die Nase dran: den Wein im Glas gut rund herum schütteln – dadurch wird er belüftet und entfaltet seine Aromastoffe – und dann riechen, was das Zeugs im Glas so mit sich bringt: in der Regel rote Beerengerüche, Vanilleduft, Gewürzgerüche beim Rotwein, zitroniges, pfeffriges nach hellen Früchten Duftendes beim Weißwein - Rosés sind manchmal so flach, dass sie nach gar nichts riechen; das ist dann ein minderes Qualitätsmerkmal.
Dann geht’s ans Schmecken und das muss ein richtiges Kauen auf dem Wein sein, denn wir haben unsere Geschmacksknospen fast nur im vorderen Mundbereich, so das man diese treffen muss: Und dann schmeckt man den Geruch und weiteres: Prickelt er auf der Zunge? Was kommt am meisten an Geschmack durch: die Beeren? Vanille oder Gewürze? Oder vereinen sich alle gerochenen Nuancen zu einem runden Ganzen? Schmeckt er vielleicht nach noch mehr, als ich vorher gerochen habe? Was kann das sein?
Und dann runter mit dem Schluck! Da kommt dann heraus, ob ein Wein nur vorne im Mund geschmackvoll ist oder ob er beim Runterschlucken noch weiterhin Geschmack hat und angenehm durch meine Kehle läuft – nachhaltig im Abgang sagt dazu der Experte.
Wenn du dann sagst, der Wein schmeckt mir, dann ist es der Richtige für Dich! Aber ohne diese kleine Weinexpedition kriegt du das nicht heraus.
Meine Tipps zum Weinkauf: „Gute“ Weine gibt’s in der Regel ab ca. 5 € - darunter bin ich vorsichtig.
Sehen wir uns die Rückseite des Etiketts an: Wichtig ist, es sollte ein Originalabfüllung aus dem Land sein, aus dem er kommt; das kommt einem dann eben mal italienisch oder spanisch vor und der Wein hat eine eindeutige Nummer.
Auf dem vorderen Etikett steht ein Weingut, dann sind die Rebsorten aufgeführt, aus dem der Wein gemacht wurde, z. B. Riesling, Monasatrell, Cabernet etc und ein Jahrgang, aus dem der Wein stammt. Und dann kannst Du noch an der Art des Etikettes sehen, sieht es eher altbacken aus oder ist es moderner, grafischer gestaltet, das gibt mir den Hinweis: macht das Weingut Weine nach alt überlieferten traditionellen Verarbeitungsweisen oder versuchen sie neue Geschmacksrichtungen und –kompositionen aus?
Viel Spaß bei der eigenen Entdeckertour!
Weingeist
Bistro -Cafe-
- vom Hessischen Rundfunk als Geheimtipp empfohlen -
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