Planen = Vorausschauen
(Arbeitsplatz-Organisation und -gestaltung)
Dinge im Voraus zu planen war einmal nichts außergewöhnliches und ich möchte behaupten, es erleichtert in einigen Situationen das Leben, den Alltag oder einfach den Umzug in ein neues Heim oder an neue Arbeitsplätze. Dinge im Voraus zu planen erfordert vor Allem eines: Geduld……….. Sich dafür evtl. Hilfe zu holen, braucht Einsicht und bringt Erleichterung.

So wie im Falle der Firma, welche mit ihren Büros nur eine Etage tiefer im gleichen Gebäude umziehen wollte und zwecks Umzugsplanung um Unterstützung bat. Oder die Käuferin einer Eigentumswohnung, die ihr vorhandenes Mobiliar lange vor dem eigentlichen Umzug sinnvoller weise in die neuen Räumlichkeiten einplanen ließ – um dabei fest zu stellten, dass es NOCH besser gewesen wäre, dies VOR dem Kauf zu tun, da sich bei der Umzugsplanung Stück für Stück die Unzulänglichkeiten der gekauften Wohnung auftaten ! In beiden Fällen jedoch verlief der Umzug an sich absolut stressfrei und vor allem zügig. Im Gegensatz dazu stehen Fälle, in denen Familienmütter beim Einzug ins neue Heim nervlich zusammenbrechen, da erst am Einzugstag überlegt wird, was wo wie unterzubringen ist.

Es ist keine neue Weisheit, dass alles, was „eben mal erst“ provisorisch irgendwo mehr oder in der Eile weniger sinnvoll hingestellt oder montiert wird, in der Regel über Jahre genauso provisorisch und in der Regel eher unpraktisch an der selben Stelle verbleibt. Ergonomie hat keine Chance………………
Diese „spontane“ Methode erfordert im wahrsten Sinne des Wortes viel Kraft, besonders von den Helfern. Freundschaften durch ungepackte Kisten und übermäßiges Strapazieren der Gesundheit der Helfer aufs Spiel zu setzen, ist mit zunehmendem Alter überflüssig und leichtsinnig.
Was im Privatbereich vielleicht “nur“ zu (zwischenmenschlichem) Streß führt, kostet im Berufsleben jedoch gleich Geld – für unnötigen Zeitverlust und Personaleinsatz. Mit aller Wahrscheinlichkeit ist es günstiger, einen Planer für eine Umzugsplanung zu bezahlen, als alle Mitarbeiter der Firma für eine unnötig lange Wartezeit um ihre eigentliche Arbeit wieder aufnehmen zu können. Und die anfallenden, nötigen und unnötigen Diskussionen und Ideen im Vorfeld und vielleicht sogar neben dem Tagesgeschäft zu führen und einzubringen, trägt sehr zum Frieden innerhalb der Firma bei – und zur Akzeptanz der evtl. mit Argwohn oder Angst betrachteten neuen Situation.
“Spontan und ungeplant” kann dann jeder seine Freizeit verbringen oder, je nach Beruf, auch seine normale Arbeit – so hat beides seine Berechtigung: Vorausschauendes Planen und spontane Intuition.
Ganz konkret und handwerklich umgesetzt heißt eine innenarchitektonische Umzugsplanung :
- das Mobiliar ausmessen, im Maßstab 1:50 aufzeichnen, die so entstehenden „Schieberlinge“ beschriften, evtl. farbig nach Zugehörigkeiten markieren oder aus einem bereits vorhandenen Möblierungsplan (M 1:50) des jetzigen Zustandes das Mobiliar herausscheiden.Wobei ein solcher Plan des IST-Zustandes eher bei Firmen zu finden ist.
- Den Grundriss der neuen Räume im M 1:50 ausdrucken (lassen), am besten seitenverkehrt auf Transparentpapier
- mit kopierfähigem Tesafilm die „Schieberlinge“ auf dem (Transparent-) Grundriss befestigt, um das oder die Resultat(e) kopieren zu können
- Hinweis: im Maßstab 1:50 entsprechen 2 cm auf einem normalen Lineal = 1 Meter in Natura
Und für den Fall, dass jemand mit der Umsetzung an seine Grenzen stößt, gibt es die Möglichkeit, sich einfach helfen zu lassen – von Menschen die das täglich machen und im Maßstab 1:50 „zu Hause“ sind.
Meine Philosophie:
Es muß nicht alles neu sein - nur neu gestaltet .
Sylvia Bialucha hat in fast 18 von mittlerweile über 20 Jahren Berufserfahrung bei und für verschiedene Büromöbelhersteller und –händler in ihrer Eigenschaft als Diplom Designerin der Innenarchitektur gearbeitet. Umzugs-Projekte waren u.a. „WD 40“ und das „Center for Financial Studies“ der Uni Frankfurt.
s.bialucha@gmx.de
Frankfurt am Main
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